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Nachdem in Seelow die Motoren verstummt waren, ging es nach Litauen, besser gesagt nach Vilkyciai, unweit des Fährenhafens Klaipeta. Die Fahrt führte erstmal nach Warschau, wo die Welt der Autobahnen noch in Ordnung waren. Ab Warschau ging es weiter über polnische und litauische Landstraßen 800km dem Ziel entgegen. Eine Tortur für Mensch und Fahrzeuge. Jeden, den es mal einfallen sollte, dieses Rennen zu besuchen, rate ich den Weg durch die Luft oder ab Kiel mit der Fähre nach Klaipeta zu nehmen.

Die Rennstrecke in Litauen war mehr Schein als Sein. Als neu und superschnell angepriesen, erfüllte die Bahn die Erwartungen nicht. Die Oberfläche bestand aus einem Teergranulat mit dicken Teerboden.
Der ein oder andere Fahrer fühlte sich in einem Meteoritenhagel, so flogen ihm die Steine entgegen.

Ein weiteres Problem waren Unmengen von Mücken. Gut, das Fahrerlager lag an einem kleinen Fluss und kleinen Teichen, das ist halt mal so. Dass in diesen Ländern die Uhren etwas anders gehen als bei uns, ist ja bekannt.

Am Samstagnachmittag verstarb vor dem ersten Vorlauf ein Fahrer der nationalen Meisterschaft in seinem Auto. Bis der Verstorbene aus seinem Auto geborgen und abtransportiert wurde, verging eine gefühlte Ewigkeit. Danach ging man ansatzlos zum Tagesgeschehen über. In Deutschland so eigentlich undenkbar.

Aber es war nicht alles negativ, Autocross wurde in Perfektion geboten. Fangen wir bei den Junioren an.

Milan Vanek gewann vor Justs Grencis und Timo Pähler. Platz elf belegte unsere deutsche Fahrerin Jasmin Meile.

Bei den Tourenwagen zeigte Vaclav Fejfar mit seinem Skoda Fabia wieder einmal, wer Herr im Ring ist. Er gewann vor seinem Landesmann und amtierenden Europameister Otakar Vyborny.

Die große Überraschung war der Litauer Sarunas Glikas, der mit seinem betagten Mitsubishi den dritten Platz unter dem Jubel seiner Landsleute einfuhr. Auf Platz zehn landete Grit Hennersdorf.

Nun wurde die ganze Sache kompliziert. Im Vorfeld wurde Rene Mandel bei den Buggy 1600 und Thomas Anacleto bei den Superbuggys zur technischen Kontrolle nach dem Finale ausgelost. Bei beiden Autos wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Beide Fahrer wurden nach dem Finale disqualifiziert. Grund der Disqualifikation war ein nicht Regelkonform angeschlossenes Kabel vom Steuergerät. Für Rene Mandel war somit der dritte Platz und bei Thomas Anacleto der Sieg futsch.

Michael  Buddelmeyer fuhr ein bärenstarkes Wochenende und gewann vor Florent Tafani und Vit Nosalek.

Sieger bei den Superbuggys wurde nach der Disqualifikation von Thomas Anacleto Bernd Stubbe vor Johnny Feuillade und Derikx Sander. Walter Holzleitner hatte auch ein Sahnewochenende und belegte Platz fünf.